Erich Fromm

Erich Fromm (* 23. März 1900 in Frankfurt am Main; † 18. März 1980 in Locarno) war ein deutscher Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe jüdischer Herkunft. Seit 1940 war er amerikanischer Staatsbürger.

Erich Pinchas Fromm stammte aus einer streng religiösen jüdischen Familie, aus der bereits zahlreiche Rabbiner hervorgegangen waren. Diese Laufbahn wollte auch er ursprünglich einschlagen. In Frankfurt aufgewachsen, studierte er aber dort zunächst Jura, wechselte dann zum Soziologiestudium nach Heidelberg und promovierte dort 1922 bei Alfred Weber über das jüdische Gesetz. Bis 1925 nahm er ausserdem Talmudunterricht bei Rabbi Rabinkow. 1926 heiratete er die Psychoanalytikerin Frieda Reichmann. Ende der Zwanziger Jahre begann Fromm in Berlin bei einem nichtärztlichen Freud-Schüler, dem Juristen Hanns Sachs, eine Ausbildung zum Psychoanalytiker. In dieser Zeit gaben er und seine Frau ihre orthodox-jüdische Lebensweise auf. Ab 1929 praktizierte Fromm, da er kein Mediziner war, als sog. Laienanalytiker in Berlin.

Seit 1930 war er für das Frankfurter Institut für Sozialforschung als Leiter der Sozialpsychologischen Abteilung tätig. Zugleich gehörte er dem Berliner Zirkel marxistischer Psychoanalytiker um Wilhelm Reich und Otto Fenichel an und trug mit einigen Publikationen zur Theoriebildung des Freudomarxismus bei. 1931 trennte er sich von Frieda Reichmann, blieb ihr jedoch weiterhin freundschaftlich verbunden (Scheidung erst 1942).

Im Mai 1934 folgte er dem Institut für Sozialforschung in die Emigration in die Vereinigten Staaten. Ende 1939 kam es nach verschiedenen Konflikten zu einer Trennung vom Institut für Sozialforschung, nachdem er über viele Jahre einer der wichtigsten Mitarbeiter gewesen war. Er wurde am 25. Mai 1940 US-amerikanischer Staatsbürger. 1944 heiratete er die deutsch-jüdische Emigrantin Henny Gurland.

Im Jahr 1950 übersiedelte er nach Mexiko-Stadt und lehrte an der Nationalen Universität (UNAM). Nachdem seine Frau Henny 1952 überraschend gestorben war, heiratete er 1953 die US-Amerikanerin Annis Freeman. Ab 1957 beteiligte er sich an der US-amerikanischen Friedensbewegung. Er selbst hat immer einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. 1965 wurde Fromm emeritiert; 1974 nahm er seinen Wohnsitz in Muralto (Tessin).

Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert, auch wenn er in der akademischen Welt oft unterschätzt wurde. Viele seiner Bücher wurden zu Bestsellern; seine Gedanken wurden auch außerhalb der Fachwelt breit diskutiert.

In den Jahren 1966, 1977 und 1978 erlitt er jeweils einen Herzinfarkt. Fromm starb am 18. März 1980, infolge eines weiteren Herzinfarkts, in Locarno (Schweiz), wenige Tage vor dem Erscheinen der 10-bändigen Gesamtausgabe seiner Werke. Er wurde in Bellinzona (Schweiz) eingeäschert.

Im Jahr 1981 bekam er posthum die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen.

Der literarische Rechte- und Nachlassverwalter Fromms ist der Psychoanalytiker Rainer Funk, der bei Fromm über Sozialpsychologie und Ethik promoviert hat und sein letzter Assistent war.

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