Sacha Baron Cohen

Sacha Noam Baron Cohen (* 13. Oktober 1971 in Hammersmith, London, Vereinigtes Königreich) ist ein englischer Komiker und Schauspieler, der besonders für die durch ihn verkörperten Charaktere Ali G, Borat und Bruno bekannt ist.

Kindheit und Jugend

Sacha Baron Cohen wuchs, als zweiter von drei Söhnen, mit seinen Brüdern Amnon und Erran in einer jüdischen Mittelklasse-Familie auf. Sein Vater, Gerald Baron Cohen, stammt aus Wales und führte einen Kleiderladen am Piccadilly Circus. Seine Mutter, Daniella Weiser, ist eine gebürtige Israelin, deren Familie ursprünglich aus dem Iran kam.  Der Namensteil „Baron“ ist nicht als Adelstitel zu verstehen, sondern ist Teil des zusammengesetzten Nachnamens, der eine englische Ableitung des hebräischen Wortes „Baruch“, zu deutsch „gesegnet“, darstellt. Seine Schulzeit verbrachte Baron Cohen auf der exklusiven Haberdashers' Aske's Boys' School. Bereits dort zeigte sich sein Talent und seine Sprachgewandtheit, als er mit acht Jahren einen Aufsatzwettbewerb in The Times gewann, indem er die korrekte Verwendung der englischen Sprache anmahnte. In seiner Jugend war Baron Cohen aktives Mitglied bei der jüdischen Jugendorganisation Habonim Dror. Dort sammelte er in einer Theatergruppe auch erste schauspielerische Erfahrungen in Neil Simons Biloxi Blues. Eines seiner Hobbys war Breakdance, das ihm die Hip-Hop-Szene näher brachte, die er später persiflieren wird.

Anfänge der Karriere als Komiker

Schon während seines Studiums übernahm Baron Cohen diverse Filmrollen. Nach seinem Abschluss konzentrierte er sich auf seine Laufbahn als Komiker und trat mit seinem Bruder regelmäßig in einem Comedy-Club im Londoner Stadtteil West Hampstead auf. Erste Auftritte vor der Kamera hatte er im relativ unbekannten Paramount Comedy Cable Channel, wo er mit dem Charakter Bruno, einem schwulen österreichischen Modejournalisten, auftrat. 1995 war er Gast in der „Jack Dee and Jeremy Hardy Show“ auf Channel 4. Im Jahre 1995/1996 moderierte er die Kabelsendung Pump TV und F2F. Harry Thompson und Andrew Newman, die Produzenten der „Eleven O' Clock Show“ auf Channel 4, werden auf Baron Cohen aufmerksam. Harry Thompson erkannte Baron Cohens Fähigkeit, mit seiner Form der Komik die eigentlichen Motive der Menschen zu entlarven.

Durchbruch als Komiker

Den Durchbruch erreichte Baron Cohen 1998, als er in der „Eleven O' Clock Show“ zum ersten Mal als Ali G auftrat. Seit 2000 tritt Baron Cohen als Ali G in Großbritannien in der gleichnamigen Show auf. Das Konzept der Auftritte Ali Gs bestand darin, dass Baron Cohen, alias Ali G, Politiker, Prominente oder Leute interviewte, durch deren Kontrast zu Ali Gs sozialem Milieu sich witzige Situationen ergeben. Als Ali G interviewte er unter anderem den Astronauten Edwin Aldrin, den Autor Gore Vidal, den Immobilienmogul Donald Trump, den ägyptischen Millionär Mohamed Al-Fayed, den ehemaligen Sprecher des U.S.-Repräsentantenhauses Newt Gingrich, den politischen Kommentator Pat Buchanan oder Linguisten Noam Chomsky. Ebenfalls 2000 chauffierte er Madonna im Musikvideo zu ihrer Single „Music“. Die Rolle des Ali G brachte Baron Cohen den British Comedy Award für den besten Newcomer ein. 2001 wurde die Show mit dem BAFTA Award für die beste Comedy-Serie ausgezeichnet. In jenem Jahr moderierte Ali G die MTV Europe Music Awards in Frankfurt am Main. 2002 drehte er seinen ersten Kinofilm „Ali G in da House“, der in Deutschland knapp eine halbe Million Kinobesucher anzog. Zudem veröffentlichte er mehrere Musik-Titel auf dem zugehörigen Soundtrack, u. a. den mit Shaggy produzierten Song „Me Julie“. Ab Februar 2003 wurde „Da Ali G Show“ auf dem Sender HBO in den USA ausgestrahlt und auch dort positiv aufgenommen.

Auszeichnungen



Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel "Sascha Boren Coen", eine Autorenliste, sowie die Lizenz ist der Wikipedia zu entnehmen.

 
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