Bernard Lown

Bernard Lown (* 7. Juni 1921 in Utena, Litauen) ist ein US-amerikanischer Kardiologe und Aktivist der von ihm mitbegründeten Vereinigung International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW), für die er gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Yevgeny Chazov 1985 den Friedensnobelpreis entgegen nahm. Als Kardiologe ist er Erstbeschreiber und einer der Namensgeber des Lown-Ganong-Levine-Syndroms, Entwickler der über Jahrzehnte weltweit verwandten Lown-Klassifikation für ventrikuläre Extrasystolen, Erfinder der Elektroschockbehandlung (Defibrillation und Kardioversion) bei Herzrhythmusstörungen und Gründer des Lown Cardiovascular Center an der Harvard Medical School der Harvard University in Cambridge (Massachusetts).

Lown wurde am 7. Juni 1921 in Litauen als Sohn eines Schuhmachers geboren. 1935 emigrierte die jüdische Familie nach Maine in die USA, wo Lowns Onkel seit den 1920er-Jahren eine Schuhfabrik betrieb. Bernard studierte Medizin an der University of Maine und der Johns Hopkins University School of Medicine der Johns Hopkins University. An letzterer wurde er 1945 zum medical doctor (M.D.) promoviert. Während des Studiums engagierte er sich in Gruppen, die eine verstärkte Zulassung farbiger, weiblicher und jüdischer Medizinstudenten forderten und als „linksgerichtet“ angesehen wurden. Wegen einer Missachtung der rassengetrennten Verwendung „farbiger“ und „weißer“ Blutkonserven war er zeitweise vom akademischen Unterricht suspendiert.

Am Peter Bent Brigham Hospital (später Brigham and Women's Hospital) war Lown von 1956 bis 1970 Direktor des Samuel A. Levine Cardiovascular Research Labaratory, von 1965 bis 1974 Direktor der Samuel A. Levine Coronary Care Unit und seit 1984 Senior Physician. Er lehrte an der Harvard School of Public Health von 1961 bis 1967 als Assistant Professor of Medicine, 1967 bis 1974 als Associate Professor of Cardiology und ab 1974 als Professor of Cardiology. 1991 erfolgte die Emeritierung.

Lown beschrieb 1952 erstmals eines der Präexzitations-Syndrome, das seitdem Lown-Ganong-Levine-Syndrom genannt wird, und prägte 1962 den Begriff sick sinus syndrome (Sinusknotensyndrom). Er führte die Lidocain-Therapie für ventrikuläre Extrasystolen ein und entwickelte 1971 die Lown-Klassifikation der ventrikulären Extrasystolie.

Die Elektroschockbehandlung bei Vorhofflimmern (Kardioversion) ist von Lown und seinen Kollegen Anfang der 1960er-Jahre entwickelt und 1962 erstmals publiziert worden. Sie ist in Fachkreisen zunächst kontrovers diskutiert worden, hat sich aber weltweit durchgesetzt und ist hunderttausendfach angewandt. Auch das Konzept der coronary care units, der kontinuierlichen Überwachung des Herzrhythmus („EKG-Monitoring“) bei Koronarpatienten, ist von Lown vorgeschlagen und erstmals realisiert worden.

Lown ist Autor oder Co-Autor von vier Büchern und mehr als 425 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Er wurde mit mehr als 20 Promotionen und Titeln US-amerikanischer und internationaler Universitäten und Akademien geehrt.

Bernard Lown ist seit 1946 mit Louise Charlotte Lown verheiratet und hat drei Kinder.

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