Zachary Israel Braff

Zachary „Zach“ Israel Braff (* 6. April 1975 in South Orange, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Bekannt wurde er durch die Rolle des John „J. D.“ Dorian in der Comedy-Serie Scrubs.

Zachary Braff wurde am 6 April 1975 in New Jersey geboren, entstammt einer jüdischen Familie und ist das jüngste von vier Kindern seiner mittlerweile geschiedenen Eltern. Sein ältester Bruder Adam schreibt Drehbücher fürs Fernsehen, sein Bruder Joshua ist Schriftsteller, seine Schwester Shoshanna Modedesignerin.

Nachdem Braff seinen Vater, einen Anwalt, schon früh zu Aufführungen dessen Laienspielgruppe begleiten durfte, sammelte er erste eigene Bühnenerfahrungen im Alter von 10 Jahren im Stück The Music Man des örtlichen Gemeindetheaters.

Mit 14 erhielt er eine Hauptrolle in der geplanten Fernsehserie High, produziert von Bruce Paltrow. Mit von der Partie und genauso fernsehunerfahren war auch dessen Tochter, Gwyneth Paltrow. Nach der Probevorführung der Pilotfolge schien die Serie eine sichere Bank, zu Braffs Enttäuschung wurde sie jedoch kurz vor der Premiere von den Verantwortlichen beim Sender CBS aus dem Programm gekippt.

Vier Jahre später, 1993, dann die erste Filmrolle: In Manhattan Murder Mystery spielte Braff den Sohn von Woody Allen und Diane Keaton.

Nach Ende der Highschool beschloss er, ein College-Studium an der Northwestern University im Bundesstaat Illinois aufzunehmen, um sich in die technischen Aspekte der Filmkunst vertiefen zu können. Eigenen Aussagen zufolge glänzte er nicht mit seinen Drehbuchentwürfen, führte aber im Rahmen des Studiums bei mehreren Kurzfilmen Regie, belegte Schauspielkurse und spielte in einem Theaterstück mit.

Den Bachelor-Abschluss in der Tasche, zog er 1997 nach New York, wo er seinen Lebensunterhalt notgedrungen als Produktionsassistent am Set diverser Musikvideos verdiente, unter anderem solchen von Sting und Mariah Carey. Den Traum von einer Schauspielkarriere gab er jedoch so schnell nicht auf. Nach vielen Absagen erhielt er letztlich ein Engagement in der Inszenierung des New Yorker Public Theaters von William Shakespeares Macbeth mit Alec Baldwin und Angela Bassett in den Hauptrollen.

Es folgten weitere Filmrollen in Low-Budget-Produktionen, die jedoch keinen nennenswerten Anklang beim Kinopublikum fanden. Erst seine Darbietung in Der Club der gebrochenen Herzen ließ aufhorchen: Braff gab überzeugend den homosexuellen, drogenabhängigen Clubgänger.

Für die Dreharbeiten war er 2000 nach Los Angeles gezogen. Die Hoffnung, sich in der Stadt der Träume vollends der Schauspielerei widmen zu können, zerbrach jedoch an der harten Realität niedriger Gagen: Er sah sich gezwungen, sein Einkommen als Kellner aufzubessern. Braff erinnert sich an die Zeit so:

Als Club der gebrochenen Herzen im Kino lief, ist es mehrfach passiert, dass Leute nach dem Film direkt in das Restaurant kamen [in dem ich damals arbeitete] und ihnen bei meinem Anblick mit gewisser Verzögerung ein Lichtlein aufging. Sie sagten dann so was wie: „Wir haben grad deinen Film gesehen. Der war klasse.“ Und ich dann so: „Dankeschön. Ich nenn Ihnen dann mal die Tagesgerichte.“

Ende 2000 sprach er für die Hauptrolle in Scrubs vor. Zwar entsprach das Comedy-Genre nicht seinen persönlichen Karriereplanungen, auch war er sich der Gefahr der Charakterfestlegung durch eine Fernsehserie bewusst, doch reizte ihn diese Sitcom mit ihrer anspruchsvollen Mischung aus schrägem Humor und Dramatik.

Er kündigte seinen Kellnerjob, erfuhr jedoch alsbald, dass die Dreharbeiten erst zweieinhalb Monate später beginnen würden. So nutzte er die Zeit für die Ausarbeitung einer lang gehegten Filmidee: eine „nichtlineare Geschichte“ über einen jungen Mann, der, entfremdet von seiner Familie, aus Anlass des Begräbnisses seiner Mutter in das heimatliche New Jersey zurückkehrt und dort wider Erwarten die Liebe neu entdeckt. Nach drei Monaten stand die Rohfassung für das Drehbuch, welches – gespickt mit autobiographischen Details – die Grundlage für sein Regiedebüt Garden State werden sollte.

Mit der Ausstrahlung von Scrubs ab Oktober 2001 wurde Braff zum ersten Mal einem breiteren Publikum bekannt. Die Serie hatte solide Einschaltquoten und ihre unkonventionelle Machart fand den Beifall der Kritiker. Braff brachte nicht nur sein schauspielerisches Geschick ein, sondern nahm auch Einfluss auf die Gestaltung des Soundtracks: Die mehrfach vertretenen Liedermacher Joshua Radin und Cary Brothers zählen zu seinen engsten Freunden. Selbst die Wahl des Titelsongs Superman geht auf ihn zurück. Über gemeinsame Bekannte war er auf die Band Lazlo Bane gestoßen, führte schließlich sogar für das 2002 veröffentlichte Video Regie.

Mit seinem Scrubs-Kollegen Donald Faison verbindet ihn eine enge Freundschaft. Während der Drehpause nach der ersten Staffel im Frühjahr und Sommer 2002 teilten die zwei eine Wohnung in New York. Braff hatte erneut ein Angebot des Public Theaters angenommen und spielte im Rahmen der Freiluft-Produktion Shakespeare in Central Park an der Seite von Julia Stiles die Rolle des Sebastian in Was ihr wollt.

In der Folgezeit konzentrierte er sich, neben der Arbeit bei Scrubs, auf die Realisierung des eigenen Films. Es war sein erstes Drehbuch, Regie-Erfahrungen konnte er bis auf das Musikvideo, ein paar Werbefilmchen aus seiner Zeit in New York und die Kurzfilme vom College keine vorweisen. Danny DeVitos Firma Jersey Films, die schon für Erin Brockovich und Pulp Fiction mitverantwortlich zeichnete, erkannte das Potential und gab grünes Licht für die Produktion. Auch die Besetzung der Hauptrollen war ein Selbstläufer. So Braff:

Wir haben uns mit Jersey Films zusammengesetzt und gesagt: „Reden wir über Ideen [für die Besetzung]“, woraufhin ich vorschlug: „Okay. Wir bräuchten jemand in der Art wie Natalie Portman, jemand wie Peter Sarsgaard und jemand wie Ian Holm für die Rolle des Vaters.“ Es war zu keinem Zeitpunkt realistisch zu glauben, dass die die Rollen annehmen würden. Das war eine reine Typbestimmung. Natürlich haben wir ihnen, quasi aus Jux, das Drehbuch zugeschickt. Und Einer nach dem Anderen haben sie zugesagt.

Die Dreharbeiten begannen im Frühjahr 2003. Im Januar 2004 wurde Garden State auf Robert Redfords Sundance Film Festival präsentiert und erhielt wohlwollende Kritiken. Auch der kommerzielle Erfolg blieb nicht aus, und das obwohl die Studios den Film anfangs zögerlich nur in New York und Los Angeles, daraufhin in ausgewählten Städten anlaufen ließen. Für die Zusammenstellung des Soundtracks wurde Braff Anfang 2005 mit einem Grammy geehrt.

2005 drehte Braff zwei Filme während der viermonatigen Drehpause von Scrubs. So spielte er in der kanadischen Produktion The Last Kiss und kurz darauf in Fast Track, welcher später in The Ex umbenannt wurde. Sein nächstes eigenes Projekt ist die filmische Adaption des Kinderbuches Andrew Henrry's Meadow, angekündigt für 2006. Im selben Jahr läuft auch sein Vertrag bei Scrubs aus. Jedoch entschloss er sich im März 2007, einen Vertrag für ein weiteres Jahr als John Dorian in der Serie Scrubs zu unterzeichnen. Ihm werden 350 000 US-Dollar pro Episode gezahlt. Damit ist Braff einer der best-bezahlten Schauspieler im amerikanischen Fernsehen.

 

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