Uri Geller

Uri Geller (hebräisch ‏אורי גלר‎; * 20. Dezember 1946 in Tel Aviv) ist ein israelischer, in Reading (England) lebender Bühnenmagier, der von sich behauptet, übersinnliche Kräfte zu besitzen.

Geller erregte in den 1970er Jahren erstmals Aufsehen mit seinen Fernsehauftritten, in denen er angeblich durch telepathische Kräfte versteckt gemalte Zeichnungen nachmalte, stehengebliebene Uhren zum Ticken brachte und Besteck verbog. Er behauptete gelegentlich, seine Kräfte von Außerirdischen oder von Gott erhalten zu haben. In Deutschland sorgte sein Fernsehauftritt am 17. Januar 1974 in der Wim-Thoelke-Show Drei mal Neun und in der Schweiz in einer von Werner Vetterli moderierten Sendung für ein Geller-Fieber.

Angebliche Auftragsarbeiten für Firmen und CIA

In den 1980er Jahren hat Geller sich mit seinen Vorführungen weitgehend zurückgezogen. In dieser Zeit verdiente er angeblich sein Geld mit dem Suchen von Gold, Öl und Erzen durch Wünschelrutengehen. Er arbeitete angeblich auch für Geheimdienste; so nimmt er für sich in Anspruch, im Auftrag der CIA Kriege verhindert zu haben.

Kritiker und Gerichtsverfahren

Wie Geller selbst zugibt, können seine Vorführungen von Bühnenzauberern nachvollzogen werden. Alle von Geller gezeigten Kunststücke gehören auch zum Repertoire von Bühnenmagiern. So basiert beispielsweise der Trick, tote Uhren zum Laufen zu bringen, lediglich auf rein statistischen Wahrscheinlichkeiten, die mit einer gewissen Anzahl von Uhren für jeden nachvollziehbar sind, oder sein wichtigstes Können Löffel zu brechen wahrscheinlich auf dem vorhergehenden Manipulieren des Löffels, indem man ihn kurz vor seine Streckgrenze biegt, sodass nur noch etwas Druck notwendig ist, ihn zu zerbrechen. Dennoch behauptete er, dass er echte psychische Kräfte dafür benutze. Bei Fernsehauftritten heute nennt er sich selbst einen Unterhaltungskünstler und lässt die Frage offen.

Geller hat gegen viele seiner Kritiker (sein bekanntester Gegner ist James Randi) rechtliche Schritte unternommen, allerdings durchwegs vergeblich. Seine Klage gegen Prometheus Books wurde verworfen, und Geller musste sogar Schadenersatz an den Verlag leisten. Auch die amerikanische Skeptikerorganisation CSICOP bekam Recht und nach einer außergerichtlichen Einigung 120.000 Dollar zugesprochen, wovon Uri Geller 40.000 Dollar aus eigener Tasche bezahlen musste.

Zunächst erklärten einige Parapsychologen (u. a. Russell Targ und Harold Puthoff) nach Untersuchungen Gellers Fähigkeiten für echt, aber seit Skeptiker die Kontrollen dieser Experimente als lasch anprangerten und die Zunft ihm gegenüber misstrauischer wurde, lehnt Geller jede Untersuchung seiner angeblichen Fähigkeiten unter wissenschaftlichen Bedingungen ab.

Im November 2000 verklagte Geller in den USA das Unternehmen Nintendo. Auf einer von der Firma produzierten japanischen Pokémon-Sammelkarte war ein Monster namens Yun-gerā dargestellt, das in einer Hand einen verbogenen Löffel hält und laut Kartenbeschreibung „Alphawellen“ ausstrahlen kann. Auf japanisch wird Yun-gerā als ユンゲラー geschrieben, wobei das zweite Zeichen ン n dem Zeichen リ ri ähnlich sieht und der Name somit an yuri-gerā erinnert, die japanische Aussprache von Gellers Namen. Geller sah durch die Karte seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Die Klage wurde im November 2002 vom Bezirksgericht Los Angeles abgewiesen.

Gegenwart

Nach einem Auftritt bei Stern-TV im Jahr 2004 nahm Gellers Popularität kurzzeitig wieder zu, und er trat in weiteren Fernsehsendungen in Deutschland (mit einer eigens produzierten Uri-Geller-Show, moderiert von Günther Jauch) und der Schweiz auf. Sein Repertoire hat sich in über 30 Jahren nicht verändert.

Zurzeit kursieren im Internet verschiedene Videos, die Gellers Tricks enttarnen sollen. Unter anderem gibt es einen Mitschnitt aus der israelischen Fernsehsendung "The Successor", das zeige wie sich Geller einen Magneten an den Daumen klebe, um einen Kompass zum Drehen zu bringen. Geller versucht immer wieder gegen solche Videos vorzugehen, mit der Begründung, dass sein Urheberrecht dadurch geschädigt würde.

 

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