Norman Kingsley Mailer

Norman Kingsley Mailer (* 31. Januar 1923 in Long Branch, New Jersey, USA; † 10. November 2007 in New York) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Norman Mailer wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Sohn einer jüdischen Mutter auf und studierte bis zur Einberufung zum Militärdienst Bautechnik an der Harvard-Universität.

Seine Erlebnisse als Soldat an der Pazifikfront verarbeitete er in seinem ersten erfolgreichen Roman Die Nackten und die Toten. In weiteren Werken sind Gewaltbereitschaft und sexuelle Neurosen Themenschwerpunkte. Politisch links orientiert entwickelte sich Norman Mailer zu einem scharfen Kritiker der US-amerikanischen Gesellschaft. Für seine Reportage über die amerikanische Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg Heere aus der Nacht erhielt er 1969 den Pulitzer-Preis, ebenso 1980 für Gnadenlos (The Executioner's Song), einen Tatsachenroman über einen Mörder und dessen Hinrichtung.

In dem Dokumentarfilm When we were kings (Regie: Leon Gast), 1994 Oscar für den besten Dokumentarfilm) kommentierte er gemeinsam mit George Plimpton den historischen Boxkampf Rumble in the Jungle (dt.: „Der Kampf im Dschungel“), zwischen dem damaligen Schwergewichts-Weltmeister George Foreman und der Ex-Weltmeister Muhammad Ali, der am 30. Oktober 1974 in Kinshasa (Zaire, heute: Demokratische Republik Kongo) stattfand. Norman Mailer schrieb darüber das Buch The fight (deutsch: Der Kampf, 1976, ISBN 3-426-08862-2)

 

Norman Mailer veröffentlichte 1973 eine Biografie über Marilyn Monroe, die ursprünglich als Essay geplant war, sich aber zu einer Art Romanbiographie entwickelte, die allerdings keinem Anspruch auf Richtigkeit standzuhalten vermag. Dasselbe gilt für seinen 2007 erschienenen Roman über Adolf Hitler, in dem er letztlich nicht Hitler, sondern den 'Teufel' für Hitlers Taten verantwortlich erklärt. Außerdem verfasste er biographische Romane über Pablo Picasso und Lee Harvey Oswald.

Außerdem kandidierte er erfolglos für das Amt des Bürgermeisters in New York und war in den 1980er-Jahren zeitweise Präsident der US-amerikanischen Sektion der Autorenvereinigung P.E.N.-Club. Seit 1968 tritt Mailer auch als Filmregisseur in Erscheinung.

Mailer heiratete insgesamt sechs Mal, hatte neun Kinder und lebte zuletzt mit dem ehemaligen Fotomodell Norris Church in Provincetown, Cape Cod.

Ende April 2005 übergab Mailer sein privates Archiv von über 10000 Briefen, bisher unveröffentlichten Erzählungen sowie weiteren Aufzeichnungen und Manuskripten an die University of Texas und erhielt dafür 2,5 Millionen Dollar.

2005 war Mailer Gaststar in der Serie Gilmore Girls, in der er als Autor im Dragonfly Inn, das Hotel das einem der Hauptcharaktere, Lorelai Gilmore gehört, interviewt wird. Sein Sohn Stephen Mailer spielte den Interviewer. Die Folge heißt „Tanz der Hormone” („Norman Mailer, I’m pregnant”).

Am 4. März 2006 wurde Mailer als Mitglied in die französische Ehrenlegion aufgenommen, wegen seiner literarischen Arbeit und engen Bindung an Frankreich.

Norman Mailer verstarb am 10. November 2007 im Alter von 84 Jahren an Nierenversagen.

Romane

  • 1948 - The Naked And The Dead (Die Nackten und die Toten)
  • 1951 - Barbary Shore (Am Rande der Barbarei)
  • 1955 - The Deer Park (Der Hirschpark)
  • 1957 - The White Negro (Der weiße Neger)
  • 1965 - An American Dream (Der Albtraum)
  • 1968 - Armies Of The Night (Heere aus der Nacht)
  • 1971 - Maidstone
  • 1974 - Watching My Name Go By
  • 1975 - The Fight (Boston: Little, Brown and Company) (deutsch: Der Kampf, 1976, ISBN 3-426-08862-2)
  • 1976 - Genius And Lust
  • 1980 - Of A Small And Modest Malignancy
  • 1980 - Of Women And Their Elegance
  • 1981 - Black Messiah
  • 1982 - After The White Negro
  • 1983 - Ancient Evenings (Frühe Nächte)
  • 1984 - Tough Guys Don't Dance (Harte Männer tanzen nicht)
  • 1991 - Harlot's Ghost (dt. zweibändig: „Gespenster” und „Feinde”)
  • 1995 - Oswald's Tale (Oswalds Geschichte)
  • 1997 - The Gospel According To The Son (Das Jesus-Evangelium)
  • 2007 - The Castle in the Forest (Das Schloss im Wald)

Sonstiges

  • 1967 - Why Are We In Vietnam? (Am Beispiel einer Bärenjagd)
  • 1971 - The Prisoner Of Sex (Gefangen im Sexus)
  • 1971 - Of A Fire On The Moon (Auf dem Mond ein Feuer)
  • 1979 - The Executioner's Song (Gnadenlos)
  • 1985 - Huckleberry Finn: Alive at 100
  • 2003 - Why Are We At War? (Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug)

Filmografie

Regie und Drehbuch:

  • 1968 - Wild 90
  • 1968 - Beyond the Law
  • 1970 - Maidstone
  • 1987 - Tough Guys Don't Dance (Männer tanzen nicht)

 

 
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