Carl-Friedrich Arp (Ole) Freiherr von Beust

Carl-Friedrich Arp (Ole) Freiherr von Beust (* 13. April 1955 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit dem 31. Oktober 2001 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Er ist der Sohn von Achim Helge Freiherr von Beust und Hanna Freifrau von Beust. Seine Mutter war in nationalsozialistischer Terminologie sogenannte „Halbjüdin“, deshalb mussten die Eltern während der NS-Zeit fliehen. Sein Vater war später der erste Landesvorsitzende der Jungen Union Hamburg. Einer seiner Vorfahren war Friedrich Ferdinand von Beust.

Bereits 1971 trat von Beust in die CDU ein und wurde nach dem Abitur am Walddörfer-Gymnasium Hamburg 1973 Assistent der Hamburger Bürgerschaftsfraktion der CDU bis zu seinem Studienbeginn 1975. Während seines Studiums der Rechtswissenschaften übernahm er von 1977 bis 1983 den Landesvorsitz der Jungen Union. Seit 1978 ist von Beust Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1980 bestand er das erste und 1983 das zweite juristische Staatsexamen. Seitdem arbeitet er als selbständiger Rechtsanwalt.

Seit 1992 ist er Mitglied im Landesvorstand der Hamburger CDU, seit 1998 außerdem Mitglied im Bundesvorstand der CDU.

Von Beust wurde 1993 Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion und 1997 Spitzenkandidat der CDU bei der Bürgerschaftswahl, die jedoch trotz einigen Zugewinns (CDU 30,7 %) nicht zum Regierungswechsel führte. Aber auch die Regierungskoalition aus SPD (36,2 %) und STATT-Partei (3,5 %) unter Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) konnte nicht weiterregieren, da der Partner an der 5%-Hürde scheiterte. 

Bei der Bürgerschaftswahl 2001 musste die CDU unter von Beusts Führung zwar empfindliche Stimmenverluste hinnehmen und erreichte lediglich 26,2 %, während die SPD mit 36,5 % klar stärkste Fraktion blieb. Jedoch konnte er mit der überraschend starken Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill-Partei, Stimmenanteil 19,4 %) und der FDP (Stimmenanteil 5,1 %) eine Koalition bilden. Am 31. Oktober 2001 wurde Ole von Beust zum Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg gewählt.

Wegen der Entlassung des Innensenators und Vorsitzenden der Schill-Partei Ronald Schill musste von Beust am 9. Dezember 2003 die Regierungskoalition mit der FDP und der Schill-Partei auflösen. Zugleich kündigte er Neuwahlen für das Jahr 2004 an. Die Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft am 29. Februar 2004, bei der die CDU mit dem Dreiklang-Slogan Alster - Michel - Ole und Ole wählen. Konsequent. Fair. Engagiert. einen reinen Personenwahlkampf mit von Beust bestritten hatte, endeten mit einem Wahlsieg der CDU (47,2 %). Während die CDU damit erstmals die absolute Mehrheit in Hamburg erreichte, kamen weder die FDP noch die Schill-Partei über die Fünf-Prozent-Hürde, sodass beide aus der Hamburgischen Bürgerschaft ausschieden.

Auf einer Klausurtagung der CDU in Jesteburg wurde beschlossen, dass der Wahlkampf 2008 wie bereits 2004 auf den Bürgermeister zugeschnitten wird. Allianz für Ole soll das zentrale Motto lauten. Am 1. April 2007 verkündete Ole von Beust, dass er sich im Falle einer Niederlage gegen seinen Herausforderer, den SPD-Spitzenkandidaten Dr. Michael Naumann bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 aus der Politik zurückziehen werde. Bei der Landesvertreterversammlung der Hamburger CDU am 2. Juni 2007 wurde von Beust mit einem Ergebnis von 98% (193 von 197 Stimmen) auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Den Personenwahlkampf 2008 führt Ole von Beust mit dem CDU-Regierungsprogramm In guten Händen. Seit dem 01. November 2007 ist Ole von Beust Bundesratspräsident.

 

Affäre Schill/Kusch

Ole von Beust kam im August 2003 in die Schlagzeilen, als er neben dem durch anhaltende Vorwürfe (Dienstvergehen) angeschlagenen Staatsrat der Innenbehörde Walter Wellinghausen auch den Innensenator und Zweiten Bürgermeister Ronald Schill wegen eines angeblichen Erpressungsversuches entließ. Laut von Beust wollte Schill die Entlassung Wellinghausens verhindern, indem er bekanntzumachen drohte, dass Beust ein Verhältnis mit Roger Kusch habe, der kurz zuvor zum Justizsenator ernannt worden war, und Beust deshalb wie Wellinghausen Politik und Privatleben vermischt habe. Beust und Kusch wiesen diesen Vorwurf entschieden zurück, räumten aber ein, dass sie in der Tat Studienfreunde sind, und dass von Beust der Wohnungsvermieter von Kusch ist. Schill hingegen bekräftigte seine Anschuldigungen weiter und erzählte von angeblich „eindeutigen Geräuschen in der Wohnung“ während eines Besuchs Beusts bei Kusch, und dass er Beust nicht erpresse, sondern ihn lediglich darauf hingewiesen habe, nicht mit zweierlei Maß für Wellinghausen und sich selber zu messen. Für beide Versionen gibt es keine Beweise, da die Unterredung unter vier Augen stattfand. Belege für die unterstellte Beziehung zwischen Kusch und Beust wurden von Ronald Schill nie vorgebracht.

Wenige Zeit später bekannte sich Roger Kusch öffentlich zu seiner Homosexualität. Ole von Beust wurde kurz darauf durch ein unabgesprochenes Interview seines Vaters endgültig geoutet; er sei rückblickend sogar froh darüber und sieht die positiven Aspekte darin, dass alles diesbezügliche schon von seinem Vater gesagt wurde. Nach der Entlassung Schills stieg die Popularität von Beusts stark an, Schill dagegen büßte Sympathien ein, verließ nach der Wahlniederlage seiner Partei Deutschland und zog nach Brasilien.

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