Angebliches Zitat von Ilja Ehrenburg:

Angebliches Zitat von Ilja Ehrenburg:

“… die Deutschen sind keine Menschen. Von jetzt ab ist das Wort Deutscher für uns der allerschlimmste Fluch. Wenn du nicht im Laufe das Tages einen Deutschen getötet hast, so ist es für die ein verlorener Tag gewesen. Für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen.”

Ilja Ehrenburg in seinem 1943 in Moskau erschienen Buch WOJNA (deutsch: Krieg)

Dieses Zitat wird gelegentlich im Zusammenhang mit einer „jüdischen Kriegserklärung an Deutschland“ oder der Relativierung des Hitlerfaschismus insgesamt verwendet.

Ein 1943 erschienenes Buch mit dem Titel „Wojna“ gibt es von Ehrenburg nicht.  Es ist jedoch 2004 tatsächlich ein Buch mit dem selben Titel in dem Verlag „ACT“ erschienen und hat erstmals die hunderte Artikel Ehrenburgs aus den Jahren 1941-1945 in sich vereint.

Das oben angeführte Zitat ist dort, allerdings in einem anderen Zusammenhang, zu finden. Es entstammt einem Flugblatt mit dem Titel „Ubej!“ (deutsch: Töte!) , vom 24. Juli 1942. Sein genauer Wortlaut ist:

„Убей

Вот отрывки из трех писем, найденных на убитых немцах.

Управляющий Рейнгардт пишет лейтенанту Отто фон Шираху:

«Французов от нас забрали на завод. Я выбрал шесть русских из Минского округа. Они гораздо выносливей французов. Только один из них умер, остальные продолжают работать в поле и на ферме. Содержание их ничего не стоит, и мы не должны страдать от того, что эти звери, дети которых, может быть, убивают наших солдат, едят немецкий хлеб. Вчера я подверг легкой экзекуции двух русских бестий, которые тайком пожрали снятое молоко, предназначавшееся для свиных маток...»

Матаес Цимлих пишет своему брату ефрейтору Генриху Цимлиху:

«В Лейдене имеется лагерь для русских, там можно их видеть. Оружия они не боятся, но мы с ними разговариваем хорошей плетью...»

Некто Отто Эссман пишет лейтенанту Гельмуту Вейганду:

«У нас здесь есть пленные русские. Эти типы пожирают дождевых червей на площадке аэродрома, они кидаются на помойное ведро. Я видел, как они ели сорную траву. И подумать, что это — люди!..»

Рабовладельцы, они хотят превратить наш народ в рабов. Они вывозят русских к себе, издеваются, доводят их голодом до безумия, до того, что, умирая, люди едят траву и червей, а поганый немец с тухлой сигарой в зубах философствует: «Разве это люди?..»

Мы знаем все. Мы помним все. Мы поняли: немцы не люди. Отныне слово «немец» для нас самое страшное проклятье. Отныне слово «немец» разряжает ружье. Не будем говорить. Не будем возмущаться. Будем убивать. Если ты не убил за день хотя бы одного немца, твой день пропал. Если ты думаешь, что за тебя немца убьет твой сосед, ты не понял угрозы. Если ты не убьешь немца, немец убьет тебя. Он возьмет твоих близких и будет мучить их в своей окаянной Германии. Если ты не можешь убить немца пулей, убей немца штыком. Если на твоем участке затишье, если ты ждешь боя, убей немца до боя. Если ты оставишь немца жить, немец повесит русского человека и опозорит русскую женщину. Если ты убил одного немца, убей другого — нет для нас ничего веселее немецких трупов. Не считай дней. Не считай верст. Считай одно: убитых тобою немцев. Убей немца! — это просит старуха мать. Убей немца! — это молит тебя дитя. Убей немца! — это кричит родная земля. Не промахнись. Не пропусти. Убей!

24 июля 1942 г.“

Ehrenburgs Kriegsartikel standen „in der Tradition französischer Pamphlete“, wie sein Biograf Rubenstein bemerkt: „emotional direkt und ohne den pompösen, klischeebeladenen Stil der meisten sowjetischen Artikel“. Anders als die meisten seiner Kollegen berichtete Ehrenburg offen über die Niederlagen der Roten Armee – als erster schrieb er über den Fall von Kiew und die Bedrohung von Moskau, als solche Meldungen eigentlich noch strikt untersagt waren. Vor allem in den ersten eineinhalb Kriegsjahren, bis zur Schlacht von Stalingrad, waren seine Texte zugleich extrem emotionsgeladen – sie zielten darauf, den seiner Meinung nach fürs Durchhalten notwendigen Hass zu schüren.

Mit dieser Überzeugung stand Ehrenburg nicht allein. Die riesigen Verluste an Menschen und Gebieten, die die Sowjetunion 1941 in den ersten Monaten des deutschen Überfalls hinnehmen musste, hatten demoralisierende Wirkung auf die Rote Armee. Und der in der sowjetischen Propaganda vertretene Faschismusbegriff, nach dem der Nationalsozialismus allein als Projekt des Finanzkapitals, keineswegs aber der Masse der Bevölkerung erschien, hatte bei vielen Rotarmisten ein unrealistisches Bild der Wehrmacht erzeugt. Die Vorstellung, die einfachen Soldaten der Wehrmacht würden sich bei einem Krieg auf die Seite der russischen Revolution schlagen, war verbreitet. Dazu kamen die abrupten Politikwechsel im Zusammenhang des Hitler-Stalin-Pakts. In dieser verzweifelten Situation erschien den sowjetischen Schriftstellern und Propagandisten, von Alexei Tolstoi über Michail Scholochow und Konstantin Simonow bis zu Ehrenburg, die Parole des Hasses auf die deutschen Invasoren als das einzige Mittel, die Kampfkraft der Truppen zu stärken.

Ehrenburgs flammende Propagandaartikel begannen oft mit Zitaten aus Fronttagebüchern und Briefen gefallener oder gefangengenommener deutscher Soldaten. Danach folgte meist ein kommentierender Teil, der schließlich in Kampfaufrufe gegen „die Hitleristen“ oder auch „den Deutschen“ mündete. Ein häufig zitiertes extremes Beispiel ist der Aufruf „Töte!“ (убей!) in der Krasnaja Swesda vom 24. Juli 1942. Der leicht gekürzte Text lautet in deutscher Übersetzung:

"Hier sind Auszüge aus drei Briefen, die bei getöteten Deutschen gefunden worden sind:

Der Inspektor Reinhardt schreibt an den Leutnant Otto Schirach: „[…] Ich habe sechs Russen aus dem Gebiet ausgesucht. Sie halten bei weitem mehr aus als die Franzosen. Nur einer von ihnen ist gestorben. […] Ihr Unterhalt kostet nichts und wir müssen nicht darunter leiden, dass diese Tiere, deren Kinder möglicherweise gerade unsere Soldaten töten, deutsches Brot essen. Gestern habe ich zwei russische Bestien leicht gezüchtigt, die heimlich Magermilch gesoffen haben, die für die Sauen bestimmt war …“

Irgendein Otto Essmann schreibt an den Leutnant Helmut Wiegand: „Wir haben jetzt russische Kriegsgefangene. Diese Typen fressen auf dem Flugplatz Regenwürmer und stürzen sich auf den Eimer mit Abwaschwasser. Ich habe gesehen, dass sie Unkraut gegessen haben. Kaum zu glauben, dass das Menschen sind …“

Sklavenhalter; sie möchten unser Volk versklaven. Sie schleppen die Russen zu sich nach Hause, misshandeln sie, bringen sie mit Hunger um den Verstand, bis dahin, dass sie Gras und Würmer essen, und dann philosophiert der widerwärtige Deutsche mit seiner stinkenden Zigarre: „Sind das vielleicht Menschen?“

Wir wissen alles. Wir erinnern uns an alles. Wir haben verstanden: Die Deutschen sind keine Menschen. Von nun an ist das Wort „Deutscher“ für uns wie ein entsetzlicher Fluch. Von jetzt an lässt das Wort „Deutscher“ das Gewehr von allein losgehen. Wir werden nichts sagen. Wir werden uns nicht empören. Wir werden töten. Wenn du nicht pro Tag wenigstens einen Deutschen getötet hast, war es ein verlorener Tag. […] Wenn du den Deutschen nicht tötest, tötet er dich. Er nimmt deine Nächsten und quält sie in seinem verfluchten Deutschland. […] Wenn du den Deutschen leben lässt, hängt er den russischen Mann auf und schändet die russische Frau. Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte einen zweiten – nichts stimmt uns froher als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Werste. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! bittet dich die alte Mutter. Töte den Deutschen! fleht dich das Kind an. Töte den Deutschen! schreit die Heimaterde. Ziel nicht vorbei. Triff nicht daneben. Töte!"

Derartige Pamphlete waren bei Ehrenburg im Sommer 1942 nicht selten. Sie richteten sich allerdings eindeutig gegen die kämpfenden Truppen; von einem Zusammentreffen mit der deutschen Zivilbevölkerung konnte zu dieser Zeit noch keine Rede sein, da die Front tief im Inneren der Sowjetunion verlief. Oft enthielten Ehrenburgs Texte Tiermetaphern für die deutschen Invasoren: von „tollwütigen Wölfen“, „Reptilien“ und „Skorpionen“ war die Rede. Zugleich richtete sich sein Blick auf eine spezifische Gestalt, die er keineswegs als animalisch beschrieb: den hochgebildeten deutschen SS-Mann oder Offizier, der methodisch-systematisch die Folterung und Ermordung der russischen und speziell der jüdischen Bevölkerung betreibt, den „faschistischen Soldaten, der mit seinem auserlesenen Füller in seinem hübschen Büchlein blutrünstig fanatischen Unfug über seine rassische Überlegenheit vermerkte, schamlos grausame Dinge, über die sich jeder Wilde entsetzt hätte“.

 

1. Es gibt genug Zitatfälschungen, die angeblich von Ehrenburg stammen, z.B:

„Vernichte die Deutschen wo immer sie auch sind. Jeder Deutsche ist unser Feind. Habe kein Mitleid mir Frauen, Kinder oder die Alten. Vernichtet die Deutschen, killt
sie …” [Ilya Ehrenburg, Glaser s.111]

Tatsächlich geht es um ein Propaganda Flugblatt “Töte”, das sich an die Rotarmisten (und nicht an die Juden) wandte und der deutschen Wehrmacht 1942 in die Hände
gefallen sein soll. Im Politischen Archiv des Auswaertigen Amts sowie im Bundesarchiv-Militaerarchiv in Freiburg wo viele, von Ehrenburg verfasste Flugblaetter aufbewahrt werden findet sich dieses Flugblatt nicht. Der einzige Hinweis auf dieses Flugblatt entstammt der Goebbels Propaganda, die das geheimnisvolle Flugblatt zitiert. Diese Goebbels-Propaganda sollte die Angst vor der Roten Armee schüren und den Verteidigungswillen stärken. Als diese offensichtliche Fälschung bekannt wurde, hat Ehrenburg sofort am 25.11.1944 in der sowjetischen Zeitung Krasnaja Zvezda entschieden dementiert, etwas derartiges geschrieben oder gesagt zu haben. Der angebliche Aufruf  Ehrenburgs, deutsche Frauen zu vergewaltigen, ist wahrscheinlich im November 1944 vom Reichspropagandaministerium fabriziert und in einem Tagesbefehl des AOK Nord sowie vom Stab Doenitz verbreitet worden, und zwar stets als Zitat, in indirekter Rede und als Berufung auf ein angebliches Flugblatt oder in einigen Versionen als einen angeblichen Artikel in der Prawda oder der
Krasnaja Svjesda.

 

Ehrenburg hat Folgendes geschrieben:

“Frueher einmal haben die Deutschen Staatsdokumente gefälscht. Jetzt sind sie soweit, meine Artikel zu fälschen. Die Zitate, die der deutsche General mir zuschreibt, verraten den Verfasser nur zu deutlich.”

2. „Ilja Ehrenburg schloss sich niemals einer Religionsgemeinschaft an und lernte auch nie Jiddisch; er verstand sich zeitlebens als Russe und später als Sowjetbürger
und schrieb auf Russisch, auch in seinen vielen Exiljahren“

Daher ist die Frage zu stellen, wie man einen Juden definiert.

3. Sollte es stimmen und das Zitat gibt’s tatsächlich, dann möchte ich gerne wissen, was kann man denn im 1943 anderes erwarten? Deutschland hat am 22. Juni 1941 die UdSSR hinterlistig überfallenl. Der Krieg endete erst am 9. Mai 1945 mit der Kapitulation Deutschlands. Infolge dieses Krieges sind nach neusten Schätzungen über 30 Mio sowjetische Menschen gefallen. Also noch mal, was kann man denn im 1943 (mitten in diesem unmenschlichen Krieg) erwarten?

Ich möchte an dieser Stelle die Soldatenzeitung BOJEWAJA TREWOGA vom 20. Oktober 1944 zitieren:

„Erzittere Deutschland! Erzittere verfluchtes Deutschland! Wir werden Dich mit Feuer und Schwert durchziehen und in Deinem Herzen den letzten Deutschen, der russischen Boden betreten hatte, erstechen.“

In einem Aufruf an die sowjetische Luftwaffe zu Beginn des sowjetischen Angriffs auf Ostpreußen heißt es:

 “Die Rote Armee ist zur Offensive angetreten, um den Befehl des Genossen Stalin zu erfüllen und der deutschen Bestie den Todesstoß in ihrer Höhle zu versetzen. […] mit glühendem Hass im Herzen betreten wir das Land des verhassten Feindes. Wir kommen als Richter und Rächer. Der Feind muss ohne Gnade vernichtet werden.“

 
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