„Hier wohnte“ - Stolpersteine erinnern an Schicksale

Einst lebten über 600 Juden in Mülheim an der Ruhr, am Viktoriaplatz besuchten Sie eine eigene Synagoge. In den dreißiger Jahren wuchs der alltägliche Druck auf jüdische Bürger an ihren Arbeitsplätzen, in Vereinen und Schulen. Während der so genannten „Reichskristallnacht“ wurde unter Leitung der Mülheimer Feuerwehr, das erst vor wenigen Wochen an die Stadtsparkasse zwangsveräußerte jüdische Gebetshaus, der jüdischen Gemeinde niedergebrannt. Ein wütender Mob zog durch die Straßen, misshandelte jüdische Menschen und zertrümmerte Geschäfte, sowie Privatwohnung der Mülheimer Juden.

Im gesamten Deutschen Reich wurden über 30 000 Juden inhaftiert und in Konzentrationslager deportiert. Noch bis 1944 fanden auch in Mülheim Abtransporte von Juden statt.

Nach den Schrecken des Holocaust kehrten von den einst über 600 Juden, 39 nach Mülheim zurück. 263 jüdische Bürger wurden von den Nationalsozialisten ermordet, 63 entzogen sich der Verfolgung durch Freitod.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit 1994, so genannte „Stolpersteine“. Mit diesen Mahnmalen wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet oder in den Freitod getrieben wurden. Die Stolpersteine werden vor dem letzten, selbst gewählten, Wohnort der Menschen in die Erde gelassen. Auch in Mülheim hat der Künstler  zahlreiche Stolpersteine verlegt.

 

Mülheimer Stolpersteine

Bahnstr. 25
Ursula Meyer, Jg. 1922, Flucht 1939, Luxemburg, deportiert Auschwitz, für tot erklärt
Helga Meyer, Jg. 1922, Flucht Holland, deportiert 1939, Buchenwald, ermordet in Auschwitz

Duisburger Str. 87
Max Sass, Jg. 1919, Flucht 1941 Riga, ermordet 3.1.1945 in Dachau

Eppinghofer Str. 133

Gerhard Hirsch, Jg. 1924, Flucht 1939 Holland, deportiert Auschwitz, ???, für tot erklärt


Georgstr. 24
Fritz Cohn, Jg. 1919, deportiert 1944, Auschwitz, ???, für tot erklärt


Kohlenkamp 8

Helene Hirsch, Jg. 1921, Flucht 1938 Holland, deportiert 1942, Auschwitz, ???, für tot erklärt

Scharpenberg 42

Günter Pollmeier, Jg. 1922, deportiert 1942, Auschwitz, ???, für tot erklärt

 

Weitere Informationen:

Projekt Stolpersteine auf der Internetseite der Stadt Mülheim 

Stopersteine im NRW-Archiv

Bilder vom jüdischen Friedhof (mit Holocaust Mahnmahl) in Mülheim an der Ruhr 

 
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